Kreditkarten



Wann lohnt die Anschaffung einer Kreditkarte?
Das Plastikgeld etabliert sich zunehmend auch in Deutschland: Bequem und inzwischen relativ leicht zu haben, ist eine Kreditkarte fast schon Pflicht. Neben der Bezahlung im Geschäft und auf Reisen ist die Kreditkarte vor allem für Zahlungen im Internet (hier: US-Online-Shops) verbreitet. Aber hier gibt es Unklarheit darüber, ob Kreditkartenzahlungen sicher sind. Fakt ist, dass mit Kreditkarten im Internet Missbrauch getrieben werden kann und betrieben wird. Fakt ist aber auch, dass die Zahlung mit der Kreditkarte nicht weniger sicherer ist als die mit der eigenen Bankverbindung.


Ist eine Kreditkarte denn wirklich sicher?
Die Sicherheit bei der Zahlung per Kreditkarte ist in den letzten Jahren verbessert worden. Während früher für die Bezahlung die Angabe von Kartennummer und Ablaufdatum ausreichten, ist heute ein zusätzlicher Zahlencode notwendig, der bei der Übertragung im Internet nicht gespeichert wird.

Dieser befindet sich auf der Rückseite der Karte. Mit dem Code soll sichergestellt werden, dass Sie die Karte bei der Bestellung auch wirklich vorliegen haben. Wer die Verbindung anzapft, kommt nur an Nummer und Ablaufdatum ran – nicht jedoch an die Geheimnummer, die wie gesagt nicht mitübertragen wird.


Was tun bei Diebstahl oder Verlust?
Geht die Karte verloren oder gestohlen, so ist Ihr Verlust auf maximal 50 Euro begrenzt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie den Verlust sofort der Sperrhotline Ihrer Bank / Kartengesellschaft (VISA) melden. Diese ist gebührenfrei und kann jederzeit erreicht werden.

Wichtige Sicherheitstipps für Ihre Kreditkarte

  • Persönliche Daten wie Kreditkarten-Nummer etc. nur dann angeben, wenn es unbedingt notwendig erscheint.

  • PIN niemals aufheben, sondern sofort vernichten

  • Karte nach Erhalt SOFORT unterschreiben, da sonst kein Versicherungsschutz bei Verlust besteht.

  • Wenn sich der Kassierer vertippt hat, dann lassen Sie ihn den Fehlbuchungsbeleg in Ihrer Gegenwart vernichten oder aushändigen.

  • Karte nicht aus den Händen geben und bei Abbuchungen, z.B. im Restaurant, immer mit dem Kellner mitgehen.



  • Kreditkarte trotz negativem Schufa-Eintrag
    Wer einen Schufa-Eintrag hat, versperrt sich jede Chance auf eine „echte“ Kreditkarte. Doch mit Kreditkarten ohne Schufa können auch Verschuldete bargeldlos zahlen. Einmal die Handyrechnung nicht gezahlt - schon droht der Eintrag bei der Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung (Schufa). Die Organisation speichert Daten über die Verschuldung jedes Bundesbürgers. Auch werden dort alle ihre Kreditkarten, Konten, Aktiendepots etc. verzeichnet. Diese Akte können Sie jederzeit gegen Gebühr bei der Schufa ansehen. Wer ein oder zwei Mal negativ auffällt, hat in der Regel für die kommende Zeit schlechte Karten, wenn es um einen Kredit- oder eben Kreditkarten-Vertrag geht.

    Die Gesellschaften sind sich um Ihre Liquidität unsicher und verweigern die Antragsgenehmigung, um nicht später auf einem Berg an Rechnungen sitzen zu bleiben. Dabei wird vergessen, dass viele Einträge zufällig entstehen. Oft versäumt man es z.B., das Konto am Monatsende im Plus zu haben. Schenell bekommt man einen Eintrag und ist vorerst gebrandmarkt. Zeitgleich wird es schwieriger, ohne Kreditkarte im täglichen Leben auszukommen. Besonders kompliziert wird es, wenn man im Internet einkauft: Oft hat man die Wahl zwischen einer Bestellung auf Nachname, die mit einer Extragebühr von 6 EUR pro Lieferung verbunden ist, und der gebührenfreien Bezahlung mit Kreditkarte.

    Was also tun, wenn man einen Eintrag hat und eine Kreditkarte möchte? Hier hat sich vor allem das Guthabenmodell durchgesetzt: Sie erhalten eine vollwertige Visa-/Mastercard-Karte, die Sie im Voraus mit Geld aufladen können. Ein Modell, dass es in Frankreich und Spanien bereits seit Jahren gibt. In Deutschland findet es weiterhin keine große Verbreitung, obwohl die Schufa eine Rekordanzahl an neuen Einträgen vermeldet.

    Und das Karussell dreht sich noch weiter: Nicht nur die Kreditkarte wird einem verweigert, selbst das Konto kann man mit einem negativen Eintrag oft nicht mehr bekommen. Auch hier wurde im Ausland das Guthaben-Modell eingeführt, während Deutschland erneut hinterher hinkt. Sie können übrigens versuchen, ihren Eintrag streichen zu lassen.


    Aktionskarten: Karte beantragen und Bonus mitnehmen
    Von Zeit zu Zeit bieten verschiedene Banken Angebote an, bei denen die Kreditkarte an weitere Boni wie vergünstigte Karten oder eBay-Extras gebunden wird. Ein Vorteil, den man gerne mitnimmt. Nachfolgendes ein Paar Beispiel:

  • Bei der Citibank gibt es die eBay VISA. Als Extras erhalten Sie auf ihren eBay-Account kostenfrei 1x Top-Angebot in Kategorie und Suche einstellen, 2x Top-Angebot mit Galerie einstellen, 2x Highlight kostenlos sowie 1x das Bilderpaket kostenfrei.

  • Bei der Kreditkarte von der Lufthansa ist das Vielflieger-Programm "Miles & More-Konto" gratis an Bord. Hierbei sammeln Sie bei jedem Star Alliance-Flug Bonusmeilen, den Sie gegen Gratistickets oder Sachprämien / Bargeld umtauschen können.

  • Die TUI VISA von der Commerzbank ist die letzte Aktionskarte im Bunde. Diese bietet Platzreservierung bei von TUI gecharterten Flügen, ermäßigte Hotelkonditionen in TUI Hotels (beispielsweise die RIU-Gruppe) sowie vergünstigte Mietwagen. Ausserdem erhalten Sie einen kostenfreien Reiseführer bei jeder Urlaubsbuchung über TUI.



  • Tipp der Redaktion: Ruhig mal bei der Hausbank fragen, ob sie solche Angebote momentan im Portfolio führt.